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24.04.2019

Kleine Helden mit starkem Biss

Vom ersten Zahn an verfügt der Mensch über einen Schutzschild aus Adamantin – das ist ein Begriff für Zahnschmelz, der „unbezwingbar“ bedeutet. Leider führt der Name in die Irre: Tägliche Attacken bringen ihn an seine Grenzen. Magdalena Tolksdorf erklärt, wie Eltern ihre kleinen Helden zu starkem Biss erziehen können. 

Liebe Frau Tolksdorf, wie werden Zähne groß und stark?

Zähne müssen nicht stark werden; sie sind es von Anfang an. Der Zahnschmelz ist das Härteste, was unser Körper produziert, aber wir können ihn mit säure- und zuckerhaltiger Nahrung zermürben. Limonade und gesüßte Fruchtsäfte sind beides: sehr sauer und sehr süß – und bei Kindern nicht zuletzt durch die Werbung sehr beliebt. Das macht es Eltern manchmal schwer, aber ich rate dringend, Limonaden erst ab den bleibenden Zähnen zu erlauben. Denn der Zahnschmelz von Milchzähnen ist nur halb so dick wie bei den bleibenden und damit doppelt so anfällig für Karies.

Aber ist das so schlimm? Der Milchzahn fällt doch eh bald aus.

Auf jeden Fall! Karies frisst sich bis zur Wurzel durch und verursacht große Schmerzen. Mal abgesehen davon: Bevor der Zahnwechsel abgeschlossen ist, haben kariöse oder fehlende Zähne Auswirkungen auf die Sprachentwicklung, das Immunsystem – und das Selbst­bewusstsein. Denn auch Kinder sind soziale Wesen. Sie bewerten einander oft viel deutlicher als Erwachsene. 

Wann möchten Sie den Nachwuchs kennenlernen?

Sobald sich der erste Zahn zeigt, sollten wir aus zwei Gründen einen Blick darauf werfen: Erstens können wir der jungen Familie zeigen, wie eine sanfte Zahn­hygiene in den ersten Lebensjahren erfolgen sollte, zweitens gewöhnt sich das Kind spielerisch an unsere Praxis. Das kann eine wirkungsvolle „Stressprophylaxe“
für Folgebesuche sein. 

Wie können Eltern vorsorgen?

Die Basis bilden mindestens halbjährliche Vorsorgetermine in unserer Praxis. Unser speziell geschultes Prophylaxepersonal bringt Kindern in altersgerechten Etappen spielerisch bei, wie gutes Zähneputzen dafür sorgt, dass Süßigkeiten ein Genuss bleiben und nicht zur Qual werden. Drei Aspekte sind elementar wichtig: die Fluoridierung, die Schnullerentwöhnung und die Fissurenversiegelung im Grundschulalter. Fluorid stärkt die Zähne und gibt ihnen Widerstandskraft. Wir empfehlen hier spezielle Zahnpasten, denn zu hohe Dosierungen können ebenfalls schädlich sein. Ab dem ersten Zahn beginnen Kinder übrigens, ihre Beißkräfte zu testen. Ein Schnuller ist aber das falsche Werkzeug dafür und führt bei einigen Kindern zu Gebissverformungen, die wir später nur mit kieferorthopädischen Maßnahmen in den Griff bekommen. Deswegen sollten Eltern ab dem ersten Zahn den Schnuller gegen einen Beißring tauschen. 

Was sind Fissuren und warum sollten sie versiegelt werden?

Fissuren sind feine Furchen und Grübchen in den Kauflächen unserer Backenzähne, die nur schwer mit der Zahnbürste erreicht werden. Darin ist es feucht und mundhöhlenwarm – ein wahres Paradies für Kariesbakterien, die nicht nur Kindern das Leben zur Hölle machen können. Bei der Versiegelung füllen wir genau diese Stellen mit einem Kunststoff auf, damit sich darin kein Bakterium mehr vor der Zahnbürste verstecken kann.

Kontakt

Hanse.dental
Zahnmedizin Lüneburg

Rote Str. 9
21335 Lüneburg

Tel. 04131 - 41892
Fax 04131 - 407713

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